Im Anhang finden Sie eine Aufzählung der "besonderen Einsätze" des Jahres 2008, die sich vom alltäglichen Einsatzgeschehen abgehoben haben.
- Am 1. März suchte der Orkan "Emma" die Stadt Köln heim. 4 Einsätze waren durch die Löschgruppe zu absolvieren. Bei einem Einsatz in Longerich bewährte sich erneut der vom Förderverein beschaffte
Greifzug, ein Gerät das mittels eines Stahlseiles eine Kraft von 3,2 Tonnen aufzubringen vermag.
- Am Abend des 17.3.2008 geriet ein Tank mit Acrylnitril bei der Fa. Ineos in Worringen in Brand. Die Löschgruppe unterstützte mit beiden Meßfahrzeugen die Berufsfeuerwehr und besetzte mit den
übrigen Kräften die verwaiste Feuerwache 5 in Weidenpesch. Dieser Einsatz beschäftigte die Löschgruppe bis zum 20. März.
- Am 31. März brannte es in Mülheim. Eine sogenannte "Messiwohnung" brannte aus, aufgrund der hohen Brandlast kamen neben den Kräften der Feuerwache 9 auch die Kollegen der FW 5 mit Kran und Mulde sowie die Kameraden der Löschgruppe Dünnwald zum Einsatz. Mittels Muskelkraft musste der Brandschutt in die Mulde des Krans geschaufelt werden.
- In den frühen Morgenstunden des 15. April brannte die Terrasse eines Bungalows. Auch hier hat eine große Menge von Gerümpel auf der Terrasse die Brandausbreitung in das Gebäude und auf das Dach begünstigt. Kurz nach Einsatzende wurde die Löschgruppe erneut alarmiert. Bei einer Fa. in Mülheim brannte ein abgestellter PKW und nebenan ein LKW. Neben den Löscharbeiten wurde die Einsatzstelle für die Polizei ausgeleuchtet.
- Am Sonntag, den 20. April wurde die Löschgruppe nach Leichlingen im Rheinisch Bergischen Kreis alarmiert. Hier brannte eine Fabrik für Wellpappe in voller Ausdehnung. Im Zugverband mit den
Kameraden aus Brück, Dünnwald, Fühlingen und Longerich fuhren wir den ziemlich improvisierten Bereitstellungsraum an. Unser Meßfahrzeug beteiligte sich an Umweltmessungen wegen der ziemlich starken
Rauchausbreitung. Im Bereitstellungsraum versorgten die anwesenden Rettungsdienstkräfte der Löschgruppe den völlig aufgelösten Besitzer der Fabrik ehe wir zur Einsatzstelle beordert wurden.
Hier war unsere Mitarbeit aber nicht mehr erforderlich, da das Feuer mittlerweile unter Kontrolle gebracht werden konnte. Nach etwa 3 Stunden war der Einsatz für die Kräfte aus Flittard beendet.
- Am 9. Mai wurde die Löschgruppe mit den beiden Meßfahrzeugen zu einem Brand eines Schulpavillons nach Gremberg alarmiert. Es wurden umfangreiche Messungen aufgrund der starken Rauchausbreitung durchgeführt und die Bevölkerung gewarnt. Zeitgleich wurde die Löschgruppe mit den Brandschutzkräften zum Herler Ring beordert. Hier wütete ein großes Bodenfeuer.
- Der 3. Juni des Jahres brachte wieder ein Sommerunwetter mit sich, dass insbesondere die Südstadt und die südlichen Stadtteile betraf. Insgesamt wurden 6 Einsätze abgearbeitet.
- Am 9. Juni fand die diesjährige Ehrung für verdiente Kameraden der Löschgruppe auf dem hohen Dach des Kölner Doms statt. Auf dem Rückweg zur Feuerwache Flittard passierte die Löschgruppe eine Unfallstelle am Mülheimer Zubringer. Zwei PKW waren zusammengestoßen, zwei Personen in ihren Fahrzeugen eingeklemmt. Die Löschgruppe sicherte die Unfallstelle gegen Brand- und Verkehrsgefahren, befreite eine eingeklemmte Person aus dem Fahrzeug und betreute bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes und der Berufsfeuerwehr die Verletzten.
- Wieder ein Sommerunwetter. Am 22. Juni bewältigte die Löschgruppe 6 Einsätze im Zusammenhang mit Sturm- und Wasserschäden.
- Am 16. Juli brannte auf einem Feld am Rheindamm eine Vogelscheuche. Leider kam für die Vogelscheiche jede Hilfe zu spät, sie verbrannte bis zur Unkenntlichkeit. Es wurde erwogen, für die zweite Vogelscheuche, die alles mit Ansehen musste, den Seelsorger zu alarmieren. Nach eingehender Beratung an der Einsatzstelle wurde von dieser Maßnahme abgesehen.
- Am 7. August geriet durch Bauarbeiten in Pesch eine Sauerstoffpipeline in Brand. Die Löschgruppe wurde mit der Messkomponente alarmiert, konnte den Einsatz nach Erreichen des Bereitstellungsraumes aber wieder abbrechen.
- Am Abend des 7. August braach erneut ein Sommerunwetter über Köln herein. Es galt 4 Einsätze zu bewältigen. Hier kam unser DMF zu ehren, eine abgebrochene Baumspitze wurde mittels eingebauter Seilwinde aus dem Baum gezogen und zerkleinert.
- Am 25. August stürzte ein Ultraleichtflieger über Flittard ab. Er stürzte in einen Grünstreifen im Bereich Rungestraße. Der Pilot verletzte sich nur leicht, ansonsten wurden keine weiteren Personen verletzt. Das Flugzeug verfehlte nur knapp eine Kindertagesstätte.
- Am Morgen des 3. November wurde die Löschgruppe zum Paracelsusplatz alarmiert. In der Nacht hatte sich von der Besitzerin unbemerkt ein Rohrbruch im 1. OG des Wohnhauses ereignet und hatte über Nacht Teile des 1. OG, des Erdgeschosses sowie des Kellers unter Wasser gesetzt. Das Wasser wurde entfernt, das Haus wurde stromlos geschaltet.
- Am 21. November suchte ein Winterunwetter die Stadt Köln heim. Insgesamt 9 Einsätze bewältigte die Löschgruppe, darunter einen Einsatz in eigener Sache. Zwei Bäume auf dem Gelände des Gerätehauses wurden durch den Sturm beschädigt und mussten abgetragen werden.
Text: K. Petri