Küchenbrand in Flittard

Am Mittwoch den 15.09.2010 wurde die Löschgruppe Flittard gegen 20:40 Uhr zu einem Einsatz  alarmiert.
Gemeldet war ein Küchenbrand in der Eduard-Heiss-Straße in Flittard. Noch während die Kameraden in Richtung der Einsatzfahrzeuge liefen, wurden wir von der Leitstelle darüber informiert, dass bereits mehrere Anrufe eingegangen seien, welche bestätigten, dass Flammen aus dem Gebäude schlagen würden. Spätestens jetzt wurde allen klar, dass es wieder mal ernst werden würde. Alle verhielten sich diszipliniert und durch viel Training auch routiniert und bereiteten sich auf den Einsatz vor.

Aufgrund der räumlichen Nähe und des schnellen Eintreffens der Kameraden am Gerätehaus, erreichte die Löschgruppe Flittard ersteintreffend die Einsatzstelle. Dort war zu erkennen, dass sich das Feuer bereits auf das Erdgeschoss ausgedehnt hatte und die Flammen bis zum 3.Obergeschoss aus den Fenstern schlugen. Viele Bewohner waren aus dem Haus gelaufen und hatten sich in sicherer Entfernung vor dem Haus versammelt, einige wenige liefen noch aus dem Haus hinaus. Ein Hausbewohner teilte mit, dass alle das Haus verlassen hätten und er selbst habe den Gashahn im Keller abgeschiebert.

Aufgrund der Ausbreitung des Feuers und der Vielzahl der Personen die betroffen waren, erhöhte der Abmarschführer der Löschgruppe Flittard die Alarmstufe von „Feuer 1“ auf „Feuer 2 Y“, dies bedeutet, dass Menschenleben in Gefahr sind und mit einem erhöhten aufkommen von Patienten für den Rettungsdienst zu rechnen ist. Daraufhin wurden seitens der Leitstelle der Berufsfeuerwehr Köln ein weiterer Löschzug sowie weitere Rettungskräfte und der Führungsdienst nach Flittard entsandt.

Von den Kameraden der Löschgruppe wurde parallel ein Rettungs-  und Löschangriff mit schwerem Atemschutz in die betroffene Wohnung und ein weiteres Rohr im Außenangriff vorgenommen. Diese Maßnahmen zeigten schnelle Wirkung, so dass das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht und ein weiteres Ausbreiten verhindert werden konnte. Personen wurden zum Glück nicht mehr in der Brandwohnung angetroffen. Jedoch waren leider zwei tote Katzen zu beklagen.

Aber auch außerhalb des Gebäudes leistete die Löschgruppe wichtige Arbeit. So fand an einem weiteren Löschfahrzeug der Flittarder  eine Betreuung von betroffenen und leicht verletzten Personen statt, so dass diese erst einmal Halt und Zuspruch fanden, bis sie in die Hände des Rettungsdienstes übergeben werden konnten.

In Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr wurden noch weitere zwei Trupps unter schweren Atemschutz in das Haus geschickt, um den Treppenraum und die angrenzenden Wohnungen abzusuchen, da sich plötzlich das Gerücht über ein vermisstes Kind im Haus breitmachte. Dieses Gerücht konnte jedoch schnell aus der Welt geschaffen werden, das Kind befand sich bereits unter den übrigen Bewohnern vor dem Gebäude.

 An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass die Zusammenarbeit zwischen der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr wieder einmal sehr gut funktioniert hat. Hier zeigt sich, dass die eine oder andere gemeinsame Übung sowie gemeinsame Taktikstandards Früchte tragen und zur erfolgreichen Abarbeitung solcher Einsätze führen.

Nach kontinuierlichen Lüftungsmaßnahmen und mehreren Messungen auf Schadgase in der Raumluft konnte das Haus dann schließlich  an die Polizei übergeben werden.

Ich möchte den Bewohnern des Hauses für ihr besonnenes Handeln danken, welches ermöglichte, dass das Haus schon vor Eintreffen der Feuerwehr ohne Schwerverletzte geräumt wurde. Man konnte sehen, dass man aufeinander Acht gab und so geschlossen mitteilen konnte, dass sich niemand mehr im Gebäude aufhielt. 

 Vor allem aber möchte ich den Kameraden der Löschgruppe Flittard dafür danken, dass sie sich ehrenamtlich für ein solches „Hobby“ engagieren und viel Zeit und manchmal auch Gesundheit opfern, um sich auf Übungen und Einsätze zum Schutze der Mitbürger vorzubereiten.

Weiter so!!




HBM Marcus Mörs
Ausbildungsbeauftragter

EILINFO: Küchenbrand in Flittard

 

Küchenbrand in Flittard


Am Mittwoch, den 15.09.2010 um 20:40 Uhr wurde die Leitstelle Köln über einen Küchenbrand in Flittard informiert. Die Leitstelle entsendete die dafür vorgesehenen Einsatzmittel von der Freiwilligen Feuerwehr Flittard, von der Feuer- und Rettungswache Mülheim und ein Löschfahrzeug von der Feuer- und Rettungswache Deutz.

Aufgrund der günstigen Lage und der schnellen Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr Flittard, kamen diese als erstes an der Einsatzstelle an. Vor Ort schlugen die Flammen aus der Küche der Erdgeschosswohnung bis in den 3. Stock. Eine große Menschenmenge stand schon vor dem vierstöckigen Wohngebäude und hatte sich in Sicherheit gebracht. Nach ersten Informationen war noch ein Kind im 2.OG in seinem Zimmer am Schlafen. Daraufhin entschloss sich der Zugführer der Freiwilligen Feuerwehr das Alarmstichwort auf „Feuer mit Menschleben in Gefahr“ zu erhöhen.

Die Leitstelle alarmierte weitere Kräfte von den Feuer- und Rettungswachen Deutz, Ostheim und Weidenpesch. Des Weiteren wurden ein Notarzt und ein weiterer Rettungswagen zur Einsatzstelle entsandt. Währenddessen gingen bereits 3 Trupps der Feuerwehr unter Atemschutz zur Menschenrettung durch die Wohnungen. Bei der weiteren Befragung durch den Führungsdienst der Feuerwehr Köln konnte das vermeintlich im zweiten Obergeschoss schlafende Kind wohlbehalten angetroffen werden. Das Kind war noch vor Eintreffen der Feuerwehr aus dem Haus herausgekommen. Durch den massiven und schnellen Einsatz von mehreren Trupps konnte das Haus schnell kontrolliert, und das Feuer eingedämmt werden. Alle Bewohner hatten sich glücklicherweise aus dem Haus selbst retten können. Aus der Brandwohnung konnten leider zwei Katzen nicht mehr gerettet werden und nur noch tot aus dem Brandschutt geborgen werden.

5 Menschen darunter 2 Kinder wurden während des Einsatzes vom Rettungsdienst der Feuerwehr Köln betreut. Sie hatten bei Ihrer Flucht aus dem Haus geringe Mengen Rauchgas eingeatmet und waren sichtlich geschockt. Sie wurden anschließend vorsorglich ins Krankenhaus zur weiteren Untersuchung gebracht.

Ein übergreifen der Flammen auf ein weiteres Stockwerk konnte durch den schnellen und effizienten Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr in Verbindung mit der Berufsfeuerwehr verhindert werden.

Im Einsatz waren insgesamt 48 Einsatzkräfte mit 15 Fahrzeugen der Freiwilligen und Berufsfeuerwehr.

Im Auftrag

Gez. Röhrle

Mit freundlicher Genemigung der BF Köln