Wohnungsbrand in der Stammheimer Hauptstraße

Am 30.6.2009 wurde die Löschgruppe Flittard um 20:26 Uhr zu einem Wohnungsbrand in die Stammheimer Hauptstraße alarmiert. Um 20:28 Uhr rückte das TLF der Löschgruppe aus, um 20:30 Uhr traf das TLF an der Einsatzstelle ein.

Situation vor Eintreffen der Feuerwehr Situation vor Eintreffen der Feuerwehr

Eine Wohnung im ersten Stock eines zweigeschossigen Wohnhauses brannte zu diesem Zeitpunkt in voller Ausdehnung. Der Brandoberamtsrat H. M., Wachvorsteher der Feuerwache Deutz, der in unmittelbarer Nähe zum Brandobjekt wohnt, hatte bereits eine erste Erkundung durchgeführt. Die Wohnungen im Erdgeschoss sowie die Wohnung, die gegenüber der Brandwohnung lag waren leer. Eine weitere Erkundung war zu diesem Zeitpunkt wegen der starken Brandausweitung bereits nicht mehr möglich.
Bei der Erkundung des Abmarschführers der Löschgruppe, Herr Hauptbrandmeister Petri, konnte das Treppenhaus nur noch bis zum ersten Treppenabsatz betreten werden. Das hölzerne Treppenhaus hatte bereits Feuer gefangen.
Der erste Angriffstrupp der Löschgruppe machte sich, unter schwerem Atemschutz und mit dem ersten C-Rohr, auf den Weg ins Treppenhaus. Nach Befragung der Anwohner konnte nicht ausgeschlossen werden, dass sich in den Dachgeschosswohnungen noch Personen befanden.

Daraufhin erhöhte der Abmarschführer der Löschgruppe auf Alarmstufe Feuer 2 Y.

Soeben ist die Löschgruppe Flittard an der Einsatzstelle eingetroffen. Soeben ist die Löschgruppe Flittard an der Einsatzstelle eingetroffen.

Das bedeutet, dass ein zweiter Löschzug, sowie weitere Rettungswagen und ein Notarzt sowie der Einsatzführungsdienst der Berufsfeuerwehr zur Einsatzstelle entsendet werden.
Zwischenzeitlich traf auch das zweite Löschfahrzeug der Löschgruppe Flittard an der Einsatzstelle ein. Es wurde ein zweiter Angriffstrupp der Löschgruppe über einen Anbau auf der Gebäuderückseite entsandt, ferner wurde ein drittes C-Rohr im Außenangriff vorgenommen, um einen Flammenüberschlag in das Dach zu unterbinden.

Der erste Angriffstrupp der Löschgruppe hatte derweil auf dem Treppenabsatz vor der Brandwohnung einen Kampf gegen Feuer, Hitze und Rauch zu führen. Das Feuer war zwischenzeitlich durch den hölzernen Fußboden gelaufen und heizte dem Angriffstrupp nun auch von der Unterseite ein. Ein Schlauch war dem nicht gewachsen und platzte.
Zwischenzeitlich waren die Kollegen der Feuerwache 9 eingetroffen und kontrollierten über die Drehleiter die Dachgeschosswohnungen. Glücklicherweise befanden sich keine Personen mehr in den Wohnungen.
Nachdem der durchgebrannte Schlauch ersetzt war, zeigte der Löschangriff rasch Erfolg.

Der erste Angriffstrupp der Löschgruppe Flittard, die Unterbrandmeister Thomas Will, Thomas Mörs und Adrian Wrobel waren entsprechend erschöpft und völlig durchgeschwitzt. Dies lag nicht nur an den hohen Temperaturen im Brandobjekt, auch die Außentemperatur waren an diesem Sommertag mit über 30° Celsius, auch am Abend, noch sehr hoch.
Insbesondere bei diesem Einsatz hat sich die fundierte Ausbildung unserer Feuerwehrkameraden wieder bewährt.
Aufgrund der großen Brandausweitung und der ohnehin fragwürdigen Qualität der Bausubstanz wurde das Gebäude von der Feuerwehr für unbewohnbar erklärt. Alle Bewohner kamen bei Familien oder Freunden unter.

K.P.

Quelle: G. Müller

Vielen Dank!

Quelle: T. Adermann-Mörs