Diese Frage werden sich viele junge Leute stellen, wenn sie darauf angesprochen werden.
Ich selbst bin jetzt seit 21 Jahren bei der Löschgruppe Flittard. Was hat mich damals bewogen, der Gruppe beizutreten?
Als ich zum ersten Mal, im Februar 1989 die heiligen Hallen der Löschgruppe betrat war für mich alles aufregend. Die roten Autos, die Kameraden, die Übungen, alles war neu und toll.
Dies waren alles Argumente, die mich bewogen haben, der Gruppe beizutreten.
Heutzutage, im Zeitalter von Internet, Playstation usw. mag der Entschluß für einen jungen Menschen schwerer fallen. Die Ansprüche in Schule und Arbeitswelt sind gestiegen, ein verändertes
Feizeitverhalten führt vermehrt dazu, dass sich immer weniger Leute bereit finden, ihre Freizeit für die gute Sache zu opfern.
Es gibt aber auch heute Argumente für die Freiwillige Feuerwehr.
Es ist ein gutes Gefühl, anderen Menschen in Not zur Hilfe zu kommen. Man erhält eine gute und fundierte Ausbildung, die einem auch im Berufsleben helfen kann.
Eine gute Kameradschaft lässt neue Freundschaften entstehen.
Für einige Leute hier bei der Löschgruppe Flittard war die ehrenamtliche Mitarbeit der Einstieg, den Beruf des Feuerwehrmannes zu ergreifen. Hier hat man einen interessanten, abwechslungsreichen
sowie krisensicheren Arbeitsplatz.
Es ist ein gutes Gefühl einer Feuerwehr anzugehören, die am Stadtrand liegt und somit häufig vor der Berufsfeuerwehr den Einsatzort erreicht. Ein Menschenleben gerettet zu haben oder die
Ausbreitung eines Feuers verhindert zu haben erfüllt mit Stolz.
Nach wie vor besteht auch die Möglichkeit, sich vom Wehrdienst befreien zu lassen. Weiterführende Ausbildungen nach Abschluß der Grundausbildung machen die Tätigkeit in der Freiwilligen Feuerwehr
noch interessanter. Man kann sich im Bereich Gefahrgut, technische Hilfeleistung oder als Führungskraft ausbilden lassen. Auch besteht die Möglichkeit, die Fahrerlaubnis der Klasse C (Klasse 2)
zu erwerben.
Ich kann jedem jungen Menschen nur empfehlen, sich das Ganze einmal unverbindlich anzuschauen. Es lohnt sich.
Übrigens, auch ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht, und das schon seit 19 Jahren.
Ihr
Klaus Petri
Stellv. Löschgruppenführer
Hauptbrandmeister
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